Nachruf auf Sandrina Zander

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Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 349
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 351
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 356
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 359
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 361
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 377
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 377
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 382
Screencap von Sandrina Zander im Schloss-Einstein-Vorspann
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 394
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 420
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 434
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 436
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 437
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 448
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 460
Screencap von Sandrina Zander in Schloss-Einstein-Folge 480

Diesen Artikel habe ich am 22.07.2007 geschrieben, nachdem Sandrina bei Schloss Einstein ausgestiegen war. Meines Erachtens war sie eine der besten Schauspielerinnen der Schloss-Einstein-Geschichte.

 

Eigentlich wollte ich diesen Nachruf schon letzte Woche, nach Sandis letzter Folge schreiben, aber das gute Wetter hat mich letzte Woche doch ziemlich vom Rechner ferngehalten. Daher kommt er erst jetzt. So einen Nachruf habe ich (glaube ich) noch nie in der Geschichte dieser Webseite geschrieben, aber für Sandrina ist er auf jeden Fall angebracht.

Kurz zusammengefasst, war sie eine der besten Schauspielerinnen, die Schloss Einstein je hatte. Die Stories mit ihr waren (bis auf die letzte, ihre Abschiedsstory) immer interessant, nie langweilig und lebten natürlich von ihrer vielschichtigen Art das zu spielen.

Ihr offizieller Einsteig in der 7. Generation war in Folge 337, meines Wissens war ihr erster Auftritt in Folge 340. Schon ihr Rollenname "Marie-Sophie Müller-Kellinghaus" ließ erahnen, dass es sich hier um eine Zickenrolle handeln würde. Eingebürgert hat sich allerdings sehr schnell der Name "Soffie" (wahlweise auch mit drei oder mehr 'f').

 

Ihre allererste Story war die "Trickboxx-Story", in deren Verlauf sie sich in Valentin verknallt und alles versucht, um ihn und Tessa auseinanderzubringen.

 

Schließlich gelingt es ihrer Freundin Margaretha, Soffie ihr Hirngespinst auszureden.

Schon hier zeigte sich Sandrinas großes Talent, sei es als Soffie von Tessa und ihren Freundinnen mit allen Klamotten unter die Dusche gezerrt oder als sie Valentin mit einem romantischen Candlelight-Dinner, welches Tessas Freundinnen eigentlich für Tessa und Valentin arrangiert hatten, verführen will.

Es folgte die Musical-Story um "Einstein, das Phantom", in der sie als Sängerin und Schauspielerin innerhalb der Serie ihr Können zeigt.

Unerreicht und in jeder Hinsicht eine der ganz großen (weil auch aufwändig inszenierten) Geschichten war die Hexenstory, in der Soffie glaubt, selbst eine Hexe zu sein, weil eine ihrer Urahnin als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Diese an sich sehr hahnebüchen klingende Story driftete vor allem dank Sandrina niemals ins Lächerliche ab. Letztendlich zerbricht im Laufe dieser Geschichte ihre Freundschaft zu Margaretha, die, obwohl sie Soffie hilft, ein Opfer von Soffies Ichbezogenheit wird. Diese Charaktereigenschaft, die schon in der Story mit Valentin klar zu erkennen ist, wird bis zum Ende ihr Markenzeichen bleiben.

Es folgt die Freundschaft mit Konny, nachdem sich alle anderen Mädchen von ihr zurückziehen, doch auch die Freundschaft zu Konny bröckelt schnell, als Soffie und Konny sich beide in den neuen Mitschüler Anton verlieben.

Es folgen grandiose Auftritte, in denen Soffie zahlreiche Intrigen spinnt, um Konny und Anton (zunächst) vergeblich auseinanderzubringen.

Zwischenzeitlich sieht man dann eine andere Seite von Soffie, als sie (in einer teilweise doch arg unglaubwürdigen) Story dem Eisdielenbesitzer Pino im Kampf gegen die Mafia zur Seite steht. Auch hier spielt Sandrina alle anderen Mitwirkenden dieser Story an die Wand.

Es folgt sozusagen der Höhepunkt von Sandrinas Auftritten bei Schloss Einstein: Die Liebe von Soffie zu Anton, die sehr vielschichtig aufgebaut und inszeniert wurde und in der sie ihr gesamtes Talent einbringt um aus diesem Storykomplex einen der besten in der Geschichte von Lovestories bei Schloss Einstein zu machen:

Antons Liebe zu Konny (mit der sich Soffie zwischenzeitlich wieder versöhnt) beginnt, erste Risse zu bekommen, als sich Konny zunehmend mit Schauspielerei beschäftigt und dadurch immer weniger Zeit für Anton hat. Eher zufällig kommt es im Rahmen einer Fotolove-Story, bei der Soffie und Anton eigentlich nur Zuschauer sind zu einem ersten, zärtlichen Kuß, der der Ausgangspunkt für alle weiteren Ereignisse ist. Anton, der Soffie vorher nur als gemeine Intrigantin kennengelernt hat, entdeckt die liebevolle Seite von Soffie und beide beginnen zu begreifen, dass sie sich beide nach einem Menschen zum Anlehnen sehnen. Um ihre gerade wieder gekittete Freundschaft zu Konny nicht zu gefährden, versucht Soffie, Anton aus dem Weg zu gehen. Sandrina spielt diese Zerissenheit zwischen Loyalität und heimlicher Liebe einfach grandios und setzt die Meßlatte, für alle weiteren Stories dieser Art dermaßen hoch, dass sie bis jetzt unerreicht bleibt.

Letztendlich kommt doch alles so, wie es kommen muss. Konnys Schauspielerei und ihre Eifersucht gepaart mit Soffies Unterstützung für Antons Mutter, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wird führen dazu, dass sich Soffie und Anton endlich eingestehen, welche Gefühle sie füreinander haben.

Anton macht mit Konny Schluß und Soffie und Anton werden endlich auch offiziell ein Paar.

 

Im weiteren Verlauf nabelt sich Soffie erfolgreich von ihrer Mutter und deren für Soffie vorgesehenen Karriereplänen ab und geht lieber mit Anton skaten. Sandrina spielt die Wut und Trauer über das Unverständnis ihrer Mutter wieder fantastisch.

 

Es folgt eine kurze Randfigurenhandlung in der Giftmüll-Story, die sich aber um Lukas, Verena und Billi dreht. Hier zeigt sich leider nicht zum ersten Mal, wie kurzlebig Charakterzüge in den Augen der Schloss-Einstein-Drehbuchautoren sind. Hatte man Soffie zuvor als eine sehr starke Persönlichkeit, die auch gerne mal mit dem Kopf durch die Wand geht gezeigt, so bleibt Soffie hier eigenartig blaß und charakterlos, als Lukas sich als Boss aufspielt und die gesamte Schülerzeitungsredaktion nach seiner Pfeife tanzen muss. Verständlich, dass Sandrina in dieser Story nicht wirklich als Schauspielerin glänzen konnte, allein ihr Aussehen macht aber vieles davon wieder wett, sie sah hier (wieder einmal) unglaublich schön aus.

(Leider war Sandrina was die Serienklamotten angeht, sicher eines der Hauptopfer der Kostümbildner bei Schloss Einstein. Sie trug so oft so unmögliche Klamotten (ich habe das mal als "Bei-Tante-Elfriede-nachmittags-zum-Tee-eingeladen-Klamotten" (oder so ähnlich) bezeichnet), dass sie einem wirklich leid tun konnte. Zumal Sandi selbst einen ausgesprochen guten Klamottenstil hat, wie man bei den Autogrammstunden Gott sei Dank ausgiebig bewundern konnte.)

Sandis letzte Story war dann die unsägliche Abschiedsstory. Es war Sandrinas eigener Wunsch aus der Serie auszusteigen. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar, vermutlich wollte sie einfach mehr Zeit für sich und ihren Freund (in den sie sehr verliebt zu sein scheint) haben. Natürlich kann man einerseits froh sein, dass sie eine Abschiedsstory bekommen hat (diese Ehre wurde ja nicht allen zu teil und unterstreicht auch die Position, die Sandrina im Team hatte), leider sind diese Abschiedsstories - wie auch in diesem Fall - immer sehr konstruiert. Aus heiterem Himmel - und im Gegensatz zu allem, was vorher passiert ist, findet Soffie auf einmal doch mehr Spass beim Klavierspielen und findet Skaten doof. Und Soffie, die so sehr um einen Freund gekämpft hat, behandelt Anton dabei sehr schlecht und lügt ihn eine ganze Weile an, bis sie ihm endlich doch die Wahrheit erzählt.

Die Geschichte endet mit Soffies Abreise Richtung Schweiz in ein "Klavierinternat".

Auch schauspielerisch gehört diese Story sicher nicht zu den Glanzleistungen von Sandrina, es wirkt alles sehr routiniert heruntergedreht, ohne wirkliche Emotionen, die gerade Sandrina im Laufe ihrer Karriere immer sehr ausgezeichnet haben. Letztendlich ist diese Story aber sicher nicht der Maßstab, sondern mir bleibt Sandrina immer für ihre unzähligen grandiosen Folgen im Rahmen der Hexenstory und der Lovestory(s) mit Anton immer im Gedächtnis.
Unvergessen wird Sandi auch immer für ihren Umgang mit den Fans bleiben. Ich habe sie ja leider nie kennengelernt, aber die Starchats mit ihr waren immer etwas ganz besonderes. Sie hat sich immer sehr viel Zeit genommen, mehr als viele andere und man hatte nie den Eindruck, dass ihr die Fans lästig waren. Auch das ist nun sehr stark zurückgegangen, auf ihrer Homepage meldet sie sich, wenn überhaupt, nur noch ganz kurz. Aber letztendlich muss man das auch akzeptieren - ihr Lebensmittelpunkt ist nun eben nicht mehr Schloss Einstein.

Man kann nur hoffen, dass Sandrina vielleicht doch noch den Weg zurück in die Schauspielerei findet - und falls nicht, dass sie mit ihrem freiweilligen Ausstieg das erreicht hat, was sie sich gewünscht hat: Mehr Zeit für sich und ihren Freund.

In diesem Sinne: Vielen Dank Sandi für all die schönen Momente mit Dir. Ich wünsche Dir alles Gute.

Dein
SandiJosiFan

 

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